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Galerie
ARTS-Winter

Vita des Künstlers:

      

Jörn Winter ist 1947 in Klettwitz / Brandenburg, Deutschland, geboren und aufgewachsen
in Ludwigshafen am Rhein.

1962 kam er ins Rheinland mit Stationen in Köln, Bergisch Gladbach und schließlich Kürten.
Seit 1971 verheiratet und Vater von drei Kindern im Erwachsenenalter.

Studium:

1966 Studium der Kunst und Industrie Design an den Kölner Werkschulen
(heutige Fachhochschule Köln, Fachbereich Kunst und Design)
1970 Abschluss des Studiums mit Staatsexamen und Diplom.

Beruf:

Aufnahme der Lehrtätigkeit als Kunst und Werklehrer an der Realschule Odentaler Str. 19 in Bergisch Gladbach. Dort Aufbau eines Lehrbereiches für Kunst und Werken sowie Leitung dieser Einrichtung bis zum Umzug der Schule 1987 in ein neues Gebäude im Kleefeld 19, in dem auch die städtische Hauptschule untergebracht war. Schulzentrum mit ca.1000 Schülerinnen und Schülern. Hier Lehrtätigkeit bis zur Pensionierung 2010.
Während der Zeit der Lehrtätigkeit wurden im schulischen Rahmen in regelmäßigen Abständen Ausstellungen von Arbeitsergebnissen aus dem Unterricht sowie eigene Arbeiten gestaltet. In den Räumlichkeiten, vor allem auf den Fluren, in den Treppenhäusern und im Foyer des Gebäudes begegnet man noch heute den mannigfaltigen Spuren von J.D. Winters Wirken. Die Materialbilder und Objekte sowie die Arbeiten seiner Schüler geben der Schule ein besonderes Gepräge.

Werkbetrachtungen:

Jörn D. Winters Arbeiten sind zunächst (ausgenommen der Industrie-Design Objekte aus den späten 1960er und 1970er Jahren) illustrative Zeichnungen, Radierungen und Hochdrucke.

Daneben entsteht großformatige Malerei mit inhaltlich als „poetischer Realismus“ bezeichneter Thematik. Die Sujets spiegeln persönliche Erinnerungen, wobei das jeweilige Motiv als Schlüsselszene eines bestimmten Erlebnisses verstanden werden kann.

In den 1970ern erscheinen dann erstmalig Materialbilder. Die verwendeten Werkstoffe lassen bewusst ausgewählte Bildelemente reliefartig aus der Zweidimensionalität in den Raum treten. Mittels dieser Praktik erkennen die Rezipienten eine Einbeziehung der vierten Dimension, der Zeit, als illustrative Komponente in den Arbeiten. Die Werke dieser Phase sind fast durchgängig gerahmt und rückseitig mit starken Ketten versehen, die der Hängung dienen und somit als wesentlicher Teil des Ausstellungskonzepts fungieren.

Ab der Dekade der 1990er und 2000er Jahre malt JDW hauptsächlich mit Acryl auf Leinwand, in den Formaten 100 x 100 cm, 120 x 100 cm, 100 x 80 cm und 100 x 160 cm. Alle Bilder sind Unikate. Seine Themen sind: die Abstraktion der Strukturen natürlicher Materialien und Artefakte; das Element Wasser; Ansammlung von (scheinbaren) Unordnungen, die aufgrund ihrer expliziten Erscheinung und Darstellungsweise zu einer besonderen Form der Ästhetik mutieren; verfallende, „dem Zahn der Zeit“ überlassene Oberflächen und Orte, die bislang noch vom Erhaltungs- und Renovierungstrieb bzw. der Bauwut der Gesellschaft verschont geblieben sind. Diese Darstellungen wollen als Vierdimensional, also als zeitdarstellend, nahezu illustrativ (den Zeitabschnitt schildernd) begriffen werden. Jörn D. Winter geht es hierbei im Wesentlichen um die Frage nach der Authentizität.

Auf seinen Reisen im In- und Ausland (Italien, Balearen, Kanaren, Frankreich, Schweiz, Österreich, Tunesien, Benelux und Dänemark) sammelt er seine Vorlagen fotografisch.

Da Jörn D.Winter seine Arbeiten vielfach mit Ortsbezeichnungen versehen hat, kann der interessierte Betrachter über Google Maps mit street view und Standfotos herausfinden, wo sich in etwa das gemeinte Motiv befindet.

Anmerkung: Die Motive der Arbeiten sind entstanden, bevor die Orte über Google-Dienste, bzw der Google Community fotografisch erfasst wurden.

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